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Facebook-Werbeanzeigen: Schritt f√ľr Schritt

Autor: handwerk.com am 19.12.2017

Sie wollen Ihren Betrieb bekannter machen oder Ihre Dienstleistungen einer neuen Zielgruppe anbieten? Mit Werbeanzeigen auf Facebook geht das leichter, als man denkt

Auf einen Blick:

  • Wer seine Facebook-Seite oder die Website des Betriebs bekannter machen will, kann bei Facebook Werbeanzeigen erstellen.
  • Mit den Anzeigen k√∂nnen Sie neue Zielgruppen erreichen und die Ergebnisse in Echtzeit verfolgen und nachjustieren.
  • Doch vor dem Start einer Werbeanzeige m√ľssen Facebook-Seite und Website aktuell sein, sonst haben Fans kein dauerhaftes Interesse.
  • Auch bei der Dauer und dem Budget sollten Sie variieren ‚Äď je nach Ziel Ihrer Werbeanzeige.

 

Alle Infos

Die M√∂glichkeiten f√ľr Werbeanzeigen bei Facebook sind vielf√§ltig: Vom Bekanntwerden des Betriebs bis hin zur Werbung f√ľr ein bestimmtes Produkt oder die Suche nach neuen Mitarbeitern ist Vieles m√∂glich. Ein Pluspunkt ist die Flexibilit√§t: Sie k√∂nnen die Ergebnisse der laufenden Werbekampagne in Echtzeit einsehen und auf Wunsch eingreifen und die Anzeige √§ndern. Doch bevor Sie starten, sollten Sie sich √ľber grundlegende Dinge Gedanken machen, sonst laufen die Anzeigen ins Leere.

Als Basis brauchen Betriebe eine Seite bei Facebook

Wenn Sie Werbeanzeigen auf Facebook nutzen wollen, sollten Sie auch eine Seite bei Facebook haben. Der Vorteil: Die Anzeigen sind kosteng√ľnstiger und sie werden auch mobil ausgespielt. Haben Sie keine Seite, werden Anzeigen nur in der rechten Spalte neben dem News-Feed angezeigt und sind somit nur an station√§ren PC sichtbar. Da aber die meisten Nutzer mobil surfen, ist das ein klarer Nachteil. Denn die Aufmerksamkeit der Anzeigen ist deutlich geringer.

Die Zielseiten m√ľssen aktuell sein

Welchen Ziel-Link die Werbeanzeige hat, richtet sich ganz danach, womit Sie werben wollen. Und welches Ergebnis Sie sich f√ľr die Kampagne vorgenommen haben. Die Landing-Page der Werbeanzeige kann beispielsweise sein:

  • Die Facebook-Seite Ihres Betriebs
  • Die Website Ihres Betriebs
  • Eine Kombination aus diesen beiden Seiten

Die Landing-Page Ihrer Anzeigen sollte immer aktuell und interessant sein. ‚ÄěGerade wenn Sie neue Kunden anlocken und von Ihrem Angebot √ľberzeugen wollen, muss der Inhalt der Seite im Ged√§chtnis bleiben‚Äú, betont Soline Bode, Social-Media-Marketing-Expertin bei der Schl√ľterschen Verlagsgesellschaft in Hannover.

Wer seine Facebook-Seite erst neu eingerichtet hat, dem r√§t sie, lieber noch ein paar Monate mit der Werbung zu warten. ‚ÄěNichts ist schlimmer, als wenn eine Seite beworben wird, auf der nichts steht‚Äú, sagt sie. F√ľllen Sie Ihre Facebook-Seite erst mit interessanten Beitr√§gen, richten Sie die Seite vollst√§ndig ein und sorgen Sie daf√ľr, dass schon einige Fans auf der Seite sind. Das bringt Traffic und √ľberzeugt die neuen Nutzer, ein Gef√§llt-Mir zu hinterlassen oder sich an einer Aktion auf Ihrer Seite zu beteiligen.

Das Gleiche gilt f√ľr die Website: Stellen Sie aktuelle Informationen auf die Website und sorgen Sie f√ľr eine sichtbare Kontaktm√∂glichkeit. Damit erh√∂hen sich die Chancen, dass aus potenziellen Kunden, die von der Facebook-Anzeige auf Ihre Website klicken, neue Auftraggeber werden.

Was wollen Sie mit den Anzeigen erreichen?

Vor der Veröffentlichung der Anzeige sollten Sie sich klar sein, was Sie damit eigentlich erreichen wollen. Mögliche Werbeziele könnten sein:

  • Neue Mitarbeiter finden, sich als attraktiver Arbeitgeber positionieren
  • Imagekampagne f√ľr den Betrieb machen
  • Steigerung der Reichweite der Facebook-Seite
  • Steigerung der Gef√§llt-Mir-Angaben
  • Werbung f√ľr eine Aktion
  • Werbung f√ľr eine Veranstaltung
  • Neue Dienstleistungen/Produkte in Ihrem Sortiment

Je nachdem, welches Ziel Ihrer Werbeanzeige zugrundeliegt, w√§hlen Sie dann die Art und Weise der Werbung aus und stellen die Filter nach Ihren Bed√ľrfnissen ein. Facebook bietet seinen Nutzern dazu einen Werbeanzeigenmanager unter Statistiken -> Promotions an. Dort k√∂nnen Sie w√§hlen, welche Art von Werbeanzeigen Sie erstellen wollen.

Wann sind welche Anzeigen sinnvoll? Hier einige Beispiele:

F√ľr Stellenanzeigen oder Produkte aus Ihrem Online-Shop empfiehlt Bode eine Kombination aus Facebook-Seite und Website: Denn Sie k√∂nnen die freie Stelle zun√§chst auf Facebook kurz anteasern und dann mit einem Link zu einer Unterseite auf Ihrer Website verweisen. Dort beschreiben Sie die Position umfassender und die Interessenten erhalten eine Kontaktm√∂glichkeit oder finden weitere Stellenanzeigen. Ebenso verh√§lt es sich mit der Werbung f√ľr bestimmte Produkte aus dem Online-Shop. Die Bilder daf√ľr k√∂nnen Sie direkt in der Werbeanzeige verlinken. Wer dann draufklickt, gelangt direkt zum Shop.

  • Wollen Sie Ihre Reichweite steigern, Gef√§llt-Mir-Angaben dazugewinnen oder Veranstaltungen bewerben, r√§t die Expertin, nur die Facebook-Seite als Landingpage zu verwenden. Dort k√∂nnen Sie die Aktionen beschreiben und zum Liken, Kommentieren etc. auffordern. Es sind keine weiterf√ľhrenden Informationen n√∂tig.
  • Auch f√ľr Imagekampagnen f√ľr Ihren Betrieb k√∂nnen Sie nur auf die Facebook-Seite verweisen. Vorausgesetzt, die Seite ist gepflegt und enth√§lt eine Mischung von vielen spannenden Beitr√§gen. Idealerweise sind in einigen Beitr√§gen Links auf Ihre Website integriert, damit sich die Nutzer ein Bild von Ihrem Betrieb und Ihren Dienstleistungen machen k√∂nnen.
  • F√ľr Gewinnspiele oder Sonderaktionen (Gutscheine) k√∂nnen Sie auf die Facebook-Seite verlinken. Darauf geh√∂rt eine konkrete Beschreibung des Gewinnspiels und der Gewinn. Ist es eine umfassendere Aktion, k√∂nnen Sie auch einen Link auf die Website setzen. Dort bieten Sie potenziellen Kunden weiterf√ľhrende Informationen an.

Ihre Wunschzielgruppe: Wen wollen Sie erreichen?

Neben der √úberlegung, was Sie erreichen wollen, m√ľssen Sie auch klare Vorstellungen davon haben, welche Personengruppen die Anzeigen ansprechen sollen. Daf√ľr hat der Werbeanzeigenmanager viele kleine Stellschrauben, mit denen Sie die Zielgruppe festlegen k√∂nnen.

Dauer: Mindestens zwei Wochen

Wie lange die Anzeigen laufen, hängt vom Ziel der Werbung ab. Einige Beispiele:

  • Imagekampagnen: Wer f√ľr seine Facebook-Seite werben oder die Reichweite steigern will, w√§hlt eine Laufzeit von zwei bis drei Monaten. Denn Nutzer nehmen die Anzeigen nicht beim ersten Mal wahr. Der Wiedererkennungswert steigt mit der H√§ufigkeit der Einblendungen. Probieren Sie, was gut ankommt und variieren Sie mit verschiedenen Zielgruppen, um den Erfolg messen zu k√∂nnen. Und: Posten Sie im Werbezeitraum relevante Inhalte, die der Anzeigenkampagne mehr Substanz verleihen.
  • Aktionen/Gewinnspiele: Hier beschr√§nkt sich die Dauer auf den Aktionszeitraum. Je nachdem, wie lange Sie beispielsweise ein Produkt anbieten oder eine Aktion bewerben wollen, l√§uft auch die Anzeige. Wichtig: Deaktivieren Sie die Werbung nach Ende der Aktion. Sonst entt√§uschen Sie m√∂glicherweise potenzielle Kunden.
  • Stellenanzeigen: Wer Mitarbeiter sucht, will ein breites Spektrum an Bewerbungen erreichen. Deshalb empfiehlt Bode auch hier, Werbeanzeigen mindestens ein bis zwei Monate laufen zu lassen. Das steigert die Reaktionsquote. Aber auch hier sollten die potenziellen Bewerber und deren ‚ÄěFreunde‚Äú die Anzeige mehr als einmal gesehen haben.
  • Dienstleistungen: Haben Sie eine neue Dienstleistung oder ein neues Produkt im Angebot, lohnt sich die Werbung daf√ľr. Wenn Sie sich mit dieser Zusatzleistung auf dem Markt zun√§chst etablieren wollen, r√§t Bode sogar zu einer Laufzeit von bis zu einem halben Jahr. Haben Sie Ihr Werbeziel schon eher erreicht, spreche nichts dagegen, die Anzeige eher zu deaktivieren.

Preis: Mit zwei Euro pro Tag sind die Kosten √ľberschaubar

Facebook-Werbeanzeigen sind im Vergleich zu ‚Äěherk√∂mmlicher‚Äú Werbung in Anzeigebl√§ttern, Jobportalen oder Google AdWords g√ľnstig. Der Preis ergibt sich aus Zielgruppe und Laufzeit. Soline Bode empfiehlt als Einstiegswert etwa einen Betrag von zwei Euro pro Tag.

Facebook legt der Abrechnung von Anzeigen verschiedene Systeme zugrunde. Welche Art der Bezahlung Sie wählen, hängt davon ab, welche Anzeigen Sie schalten und was Sie erreichen wollen.

Werbeanzeigen können abgerechnet werden nach:

  • Klicks: Enth√§lt Ihre Werbeanzeige einen weiterf√ľhrenden Link, sollten Sie diese Abrechnungsform w√§hlen. Nur wenn ein Nutzer auf die Anzeige klickt, kostet Sie das etwas. Je nach Zielgruppeneinstellungen ist der Betrag pro Klick h√∂her oder geringer ‚Äď das zeigt Ihnen der Werbeanzeigenmanager an.
  • Gef√§llt-Mir-Angaben: Diese Art der Bezahlung ist empfehlenswert, wenn Sie Ihre Seite bekannter machen wollen. Es ist auch m√∂glich, ein sogenanntes ‚ÄěLike-Gate‚Äú einzubauen. Das bedeutet: Bevor beispielsweise jemand an einem Gewinnspiel auf Ihrer Seite teilnehmen kann, muss er ein ‚ÄěGef√§llt-Mir‚Äú hinterlassen.
  • 1000 Einblendungen: Dieses System macht dann Sinn, wenn Sie mehr Reichweite generieren wollen. Je nach Einstellung der Zielgruppe wird pro 1000 Einblendungen der Betrag X von Ihrem Werbebudget (das Sie vorher festlegen) abgezogen. Die Einstellungen k√∂nnen Sie jederzeit √§ndern, das Budget erh√∂hen oder kappen, die Zielgruppe oder den Zeitraum anpassen.

Feedback: So werten Sie Ihre Anzeigenkampagnen aus

Bei allen Aktivit√§ten auf der Facebook-Seite ist das Monitoring ein wichtiges Instrument. Grunds√§tzlich bietet Facebook daf√ľr zwei verschiedene Kontrollwerkzeuge an:

  • Die Facebook-Statistiken: Ob Sie Werbeanzeigen laufen haben oder nicht ‚Äď die Statistiken sollten Sie regelm√§√üig einsehen. Dort erfahren Sie, wie viele Personen die Beitr√§ge gesehen, geliked oder kommentiert haben, erfahren mehr √ľber die Besucher Ihrer Seite, mit welchen Endger√§ten Ihre Seite aufgerufen wird, zu welcher Uhrzeit etc. In der Statistik sehen Sie den Traffic einer Werbeanzeige. Praktisch: Teile der Statistiken lassen sich als Excel-Tabellen exportieren ‚Äď f√ľr den Fall, dass Sie umfangreichere Monitorings erstellen wollen. Daf√ľr k√∂nnen Sie verschiedene Zeitr√§ume w√§hlen, um beispielsweise zwei bestimmte Monate miteinander zu vergleichen.
  • Der Werbeanzeigenmanager: Dort k√∂nnen Sie alle klassischen Parameter einsehen, die Sie bei der Erstellung einer Werbeanzeige nutzen k√∂nnen, wie Ihre Werbeanzeige geklickt wird oder welche Kosten entstanden sind. ‚ÄěDas Wichtigste am Werbeanzeigenmanager ist die Auswertung nach relevanten Zielgruppen", sagt Bode. Anhand dieser lassen sich im Anschluss an eine Kampagne neue Anzeigen oder Unterkampagnen entwickeln. Das schr√§nkt Streuverluste ein, wei√ü die Social-Media-Fachfrau.
Schlagworte:
Facebook, werbung