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Fahrschulwerbung: Vorsicht bei Werbung f├╝r Einsatz von Fahrsimulatoren

Autor: pbg, Wettbewerbszentrale am 17.01.2018

Aus aktuellem Anlass weist die Wettbewerbszentrale erneut daraufhin, dass f├╝r den Einsatz von Fahrsimulatoren im Fahrschulbereich keine Werbeaussagen verwendet werden d├╝rfen, deren Richtigkeit nicht belegt werden kann.

In drei F├Ąllen erhielt die Wettbewerbszentrale aktuell Beschwerden dar├╝ber, dass Fahrschulunternehmer den Einsatz dieser Ger├Ąte in ihren Internettauftritten bewarben mit Aussagen, die den Eindruck erwecken, die ├ťbungsstunden auf dem Simulator k├Ânnten Teile der praktischen Fahrausbildung ersetzen. Alle drei Unternehmer warben mit dem Hinweis, dass durch den Simulator ÔÇ×weniger FahrstundenÔÇť ben├Âtigt werden.

Die ├ťbungsstunden auf dem Simulator sind jedoch auch nach dem am 01.01.2018 in Kraft getretenen neuen Fahrlehrergesetz und den dazu ergangenen Durchf├╝hrungsverordnungen kein Bestandteil der praktischen Fahrausbildung. Sie k├Ânnen und sollen diese auch nicht ersetzen. Auch fehlt nach wie vor der wissenschaftliche Nachweis, dass die ├ťbungsstunden auf dem Simulator tats├Ąchlich zu einer Verk├╝rzung der praktischen Ausbildung f├╝hren. Darauf sowie auf dazu ergangene Gerichtsentscheidungen hatte die Wettbewerbszentrale bereits mehrfach hingewiesen. So lange der wissenschaftliche Nachweis nicht gef├╝hrt werden kann, ist eine solche Werbung daher irref├╝hrend.

In allen drei F├Ąllen wurde eine au├čergerichtliche Einigung dahingehend erzielt, dass die Fahrschulen in Zukunft auf derartige Aussagen verzichten.


Bericht ├╝ber die Entscheidung des LG Gera vom 30.03.2017 // ÔÇ×Werbung f├╝r den Einsatz von Fahrsimulatoren im Fahrschulbereich ÔÇô Wettbewerbszentrale r├Ąt auch weiterhin zu VorsichtÔÇť >>

Schlagworte:
Urteil, Fahrschule